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 Betreff des Beitrags: Re: Mittelalterliche Musik und Instrumente
BeitragVerfasst: 14. Jul 2011, 00:26 
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Sorry, muss gerade einmal meinen Senf zu den Krumhörnern dazu geben. Was ich bei denen total spannend finde ist das sie ursprünglich aus einem geraden "Holzrohr" gefertigt sind und vom Instrumentenbauer sehr Zeitaufwendig in die entsprechende Form gebogen werden. Das bedeutet aber auch das sich manche Krummhörner (kommt drauf an wer es gefertigt hat) sich mit den Jahren wieder gerade biegen :D .
Und das die ganzen Instrumente chromatisch sind (z.B. die Schalmei) ist eher ne neuere Erfindung und nicht authentisch. Macht zwar mehr spaß zu spielen hat man aber früher nicht wirklich gebraucht weil der Sänger eigendlich immer die Melodiestimme übernommen hat und die Instrumente stehende Begleittöne (Bordunton) gespielt haben. Das hat dem Sänger geholfen die Tonlage zu halten und klang nett ;) -


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 Betreff des Beitrags: Re: Mittelalterliche Musik und Instrumente
BeitragVerfasst: 14. Jul 2011, 10:54 
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ok ja kein ding hat marta ja alles nur kopiert ^^


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 Betreff des Beitrags: Re: Mittelalterliche Musik und Instrumente
BeitragVerfasst: 22. Sep 2011, 11:03 
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Das Trumscheit

Eines der seltsamsten und ungewöhnlichsten Instrumente des Mittelalters und der Renaissance ist wohl das Trumscheit. Virdung nannte es »nutzlos« und den Schweizer Mönch Henricus Glareanus reizte es zum Lachen. In seinem Traktat Dodekachordon (1547) schreibt er: »Das Instrument erzeugt einen angenehmeren Klang in der Entfernung als ganz in der Nähe [...] Ich musste über diesen Einfall der Menschen lachen ...«

Auf dem Trumscheit kann man, ähnlich wie bei der Trompete, nur die sogenannten Naturtöne spielen, weshalb auf ihm wohl meist nur einfache, begleitende Borduntöne gespielt worden. Aus der Assoziation zur Trompete ergibt sich auch möglicherweise der Name des Instruments. Im Französischen heißt es trompette marine, im Englischen tromba marina. Manche leiten das wort marine(a) von Maria ab. Im Deutschen gibt es auch die Bezeichnung Marientrompete oder Nonnengeige für das Trumscheit.



Aber trotzdem gibt es entgegen anderslautender Aussagen keinen Grund zu der Annahme, daß das Trumscheit als eine Art Trompetenersatz in Klöstern und Kirchen verwendet wurde. Der ganz spezielle schnarrende Klang rührt von der Verwendung eines besonderen Stegs her. Dieser steht, ähnlich wie der Schnarrsteg bei der Drehleier, nur auf einem Fuß, während der andere frei über der Decke schwebt, und so das Schnarren erzeugt, wenn die Saite gestrichen wird. Verschiedene Materialien wurden verwendet, um diesen Effekt noch zu verstärken. Glareanus erwähnt sogar einen eingeschlagenen dünnen Nagel, der möglicherweise als Stimmhilfe gedacht war.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mittelalterliche Musik und Instrumente
BeitragVerfasst: 22. Sep 2011, 11:06 
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Das Psalter (Hackbrett)

Das Psalter gehört zu den drei Urtypen der Saiteninstrumente: Harfentypus = Saiten auf Rahmen gespannt, Lautentypus = Saiten auf Holzkorpus mit Hals gespannt, Psalteriotypus = Saiten auf Kasten gespannt (vom griech. Wort "psallo" = ich zupfe).

Der Ausgangspunkt des Typus "Psalterio" ist der orientalische und islamische Kulturraum. Dort wurde das Hackbrett im 10. Jahrhundert von Al Farabi unter dem Namen "Quanun" erfunden. Das Gehäuse vom dreieckigen Psalterio hat Al Farabi zur rechteckigen, geschwungenen Trapezform weiterentwickelt. Die ältesten Bilddarstellungen des Hackbretts stammen aus Asyrien auf Wandteppichen. Aus dem Orient verbreitete sich der Typus "Psalterio" im Mittelalter nach Osten und Westen. Im 11. Jahrhundert wurde das rechteckige Quanun von den Arabern nach Persien weitergegeben.

Die persische Spieltechnik wurde von den Indern übernommen, wo das Instrument "Santoor" genannt und noch heute an klassischen indischen Theatern eine wichtige Rolle spielt.



Im 12. Jahrhundert fand man das Quanun bereits in Spanien. In Westeuropa erhielt es nun die Namen "Mezzocanon", "Micanon" oder auch "Nutzhaarinstrument". Im 14. Jahrhundert war das Hackbrett in Gesamteuropa "salonfähig" und erfuhr die erste große Blütezeit. Als sogenanntes "dulce melos" (süßer Gesang) verbreitete es sich über die Balkanländer. Diese Bezeichnung ist heute noch im Englischen, nämlich "dulcimer" zu erkennen.


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